Multiple-Choice

Das PHYSIKUM auch als der 1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bezeichnet, beinhaltet eine schriftliche Prüfung, die aus sog. Multiple-Choice Fragen besteht, sowie aus einer mündliche Prüfung und ist sicherlich eine der größten Hürden im Medizinstudium, die es zu überwinden gilt. Es ist sozusagen das “Vordiplom”. Es trennt den vorklinischen vom klinischen Teil des Studiums. Unter der Rubrik Studien Info sind die Details dieser Prüfung dargestellt.

Der schriftliche Teil der Prüfung wird durch die Beantwortung von sog. MC-Fragen (Multiple Choice) gebildet. Am ersten Tag sind in den Fächern Chemie, Physik, Biochemie und Physiologie und am zweiten Tag in den Fächern Biologie, Anatomie, Psychologie jeweils 160 MC-Fragen, wobei 90 Sek. pro Frage zur Verfügung stehen, zu beantworten.

Die MC-Fragen sind die Besonderheit des PHYSIKUMS.

Bis zur letzten Änderung der Approbationsordnung gab es noch verschiedene Typen von Fragen; zB. kausale Verknüpfung. Diese sind aber abgeschafft. Nunmehr gibts nur noch einfache MC-Fragen.

Hier ein paar Beispiele:

1. Welche Aussagen zu proteinogenen Aminosäuren ist richtig?

  1. Sämtliche proteinogene Aminosäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.
  2. Die proteinogenen Aminosäuren sind die wichtigsten Puffersubstanzen im Blut.
  3. Sämtliche proteinogene Aminosäuren besitzen drei dissoziable Gruppen.
  4. Glycin ist die einzige proteinogene Aminosäure, die kein asymmetrisches C-Atom besitzt.
  5. Asparagin gehört zu den basischen Aminosäuren

2. Hämoglobin und Myoglobin gehören zu den Sauerstoff-transportierenden Proteinen. Welche der folgenden Aussagen bezüglich der Eigenschaften dieser Proteine ist richtig?

  1. Methämoglobin besitzt eine höhere O2-Affinität als Myoglobin.
  2. Im Unterschied zum Myoglobin zeigt das Hämoglobin eine hyperbole Sauerstoffbindungskurve.
  3. In Anwesenheit von 2,3-Bisphophoglycerat wird die Sauerstoffbindungskurve des Myoglobins nach rechts verschoben.
  4. Die biologisch aktive Form des Hämoglobins enthält zweiwertiges Eisen.
  5. Durch Anlagerung von Sauerstoff ändert das zentrale Eisen seine Wertigkeit

3. Die fibrillären Kollagene stellen eine wesentliche Komponente der Extrazellularmatrix dar. Welche Aussage zur Struktur und Funktion des Kollagens ist am ehesten zutreffend?

  1. Zur Stabilisierung der Kollagenfibrillen werden die Kollagenketten im Golgi-Apparat kovalent quervernetzt.
  2. Der triplehelikale Bereich enthält sehr viele Cystein-Reste.
  3. Kollagen Typ I ist Bestandteil der organischen Knochenmatrix.
  4. Im Extrazellularraum erfolgt zur Stabilisierung der Kollagenketten eine Vitamin C abhängige Hydroxylierung.
  5. Das Kollagen Typ II ist ein Bestandteil der Zytoskeletts

Den Umgang mit den Fragen muss man lernen. Hier gilt es, fleissig zu üben.

Allerdings …

Viele Studenten bereiten sich schlicht anhand der Altfragen aus vorherigen Physika vor. Dadurch bleiben häufig die Zusammenhänge und das daraus resultierende Verständnis auf der Strecke und das rächt sich entweder im Hammerexamen oder spätestens im Beruf. Diese Vorgehensweise ist sehr risikoreich …

Es sind inhaltlich nur die letzten fünf bis sechs Physika relevant, um Rückschlüsse auf die zukünftige Prüfung ziehen zu können. Dies führt dazu, dass die Prüfungskandidaten die entsprechenden Altfragen der letzten drei Jahre mehrfach wiederholen. Dadurch stellt sich ein Lerneffekt ein, der gravierende Folgen haben kann. Man erinnert sich an die Frage und die dazugehörige richtige Antwort und erreicht ein scheinbar gutes Ergebnis. Das Wissen, welches sich jedoch hinter der Frage wirklich verbirgt, ist nicht wirklich vorhanden, so dass ein falsches Bild vom Wissensstand erzeugt wird, das die Prüflinge in Sicherheit wiegt.

Das PhysiKurs-Konzept ist so gestaltet, dass auf Zusammenhänge und grundsätzliches Verständnis wert gelegt wird. Die Beantwortung der MC-Fragen dient nur der Kontrolle, ob das Erlernte auch wirklich verstanden und umgesetzt wurde.

Legen Sie durch den Besuch des PhysiKurs einen Grundstein für eine solide medizinische Ausbildung und Ihre zukünftige berufliche Tätigkeit als Arzt oder Ärztin.

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